Konfis auf Spurensuche in der "Euthanasie"-Gedenkstätte Lüneburg

Mon, 27 Jan 2025 09:07:24 +0000 von Hergen Ohrdes

Eine Gedenkstätte direkt in der Nachbarschaft? Die wenigsten Konfis hatten an diesem Januar-Morgen beim Treffen am großen Besucherparkplatz der Psychiatrischen Klinik Lüneburg eine Ahnung von der Vergangenheit dieses Ortes. Bewegt kehrten sie am Ende des Tages zurück: „Besonders beeindruckt hat mich, dass hier so viel Unrecht geschehen ist, dass so viele Menschen so lange geschwiegen, ja sogar ganz selbstverständlich mitgemacht haben.“, erklärt eine der Teilnehmenden stellvertretend für viele andere. In der Zeit des Nationssozialismus waren behinderte und psychisch erkrankte Menschen nicht gewollt. Hunderttausende wurden umgebracht, mehrere Hunderte auch in Lüneburg. Die „Euthanasie“-Gedenkstätte erforscht diese Verbrechen und klärt auf. Seit drei Jahren ist die Teilnahme an einem Workshop hier Teil unseres Konfi-Konzepts. Spielerisch und informativ nähern sich die Jugendlichen der Frage „Was ist der Mensch?“ Sie beschäftigen sich mit ihren eigenen Werten, erfahren viel über die Geschichte der Menschenrechte und lernen neben den historischen Gegebenheiten vor allem auch die Biografien von Betroffenen und Tätern kennen. „Wir finden, Menschen sollte die Gedenkstätte besuchen, weil Geschichte nicht vergessen werden darf!“, zeigten sich die Konfis zum Abschluss überzeugt.       
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